29 November 2013

PostHeaderIcon Der Lockruf des Geldes

Derbywochen im Norden. Nachdem der kleine HSV zu Hause mit 3-1 geschlagen und damit in eine Krise gestürzt wurde, geht es nun nach Golfsburg, die seit dem Meisterjahr unter Magath ihre bisher beste Bundesligasaison spielen. Was auf Grund des immensen (finanziellen) Aufwandes der dort betrieben wird aber auch abzusehen war. Ähnlichen Aufwand möchte man in Hamburg auch gerne betreiben. Und daher gibt es trotz sportlicher Besserung regen Diskussionsbedarf in und um den Volkspark.
Drei Konzepte wurden bisher vorgelegt, das bekannteste und umstrittenste dürfte "HSV Plus" sein: "Ausgliederung der Profifußball-Mannschaft um Anteile an interessierte Wirtschaftsgrößen zu verkaufen."
Die beiden anderen Konzepte richten sich da eher an eine sozialromantische Komponente mit kleineren Strukturanpassungen. Doch was ist das richtige für den Verein, der nachweislich seit Jahren rote Zahlen schreibt und sportlich weiter hinter den eigenen Ansprüchen hinterher hinkt?

Verändert man die Strukturen geringfügig und hofft auf großzügige Gesten von knallharten Wirtschaftsbossen, oder macht man den Weg frei für eine Beteiligung von selbigen? Interessenten gibt es neben Kühne genug. Das Thema ist so kontrovers und Komplex, dass man damit Bücher füllen könnte. Sicher ist jetzt schon, es wird die größte Mitgliederversammlung in der Geschichte des Vereins, in der es sehr emotional zugehen wird.

Aus meiner ganz persönlichen Sicht, nachdem ich die letzten Wochen und Monate viel über die Thematik gelesen habe bin ich derzeit auf dem Standpunkt, dass die Ausgliederung eine große Chance ist den Verein wieder dahin zu bringen wo er hingehört, unter die besten 4 Teams in Deutschland. Dennoch, Restzweifel bleiben. Ist es gut im ersten Schritt bis zu 25% zu verkaufen? Was passiert wenn das Geld weg ist, die Investoren nicht aufstocken möchten und die sportliche Lage nicht genügend Finanzmittel generiert? Endet man dann da wo der BvB einige Jahre nach der Ausgliederung war, kurz vor der Insolvenz? Bevor Watzke, Zorc, van Marwijk und Co. kamen um den Verein dahin zu führen wo er jetzt steht?


Doch egal für welchen Weg man sich entscheidet, ein Restrisiko bleibt immer und die Verlockung auf eine schnell verdiente dreistellige Millionensumme ist groß, sehr groß. So bleibt nichts anderes übrig weiterhin die Pro´s und Contra´s zu diskutieren, und dann das Ergebnis der Abstimmung abzuwarten. Und dann zu hoffen, dass man die richtige Entscheidung getroffen hat um nicht selber auf dem vereinseigenen Friedhof zu landen.




07 Oktober 2013

PostHeaderIcon Wahrhaftigkeit und Politik


        ohne Worte.                                                                                                                                


02 Oktober 2013

PostHeaderIcon Auswärts ist es doch am schönsten.

Schön ist es im Breisgau, auf alle Fälle schöner als in Leverkusen. Dennoch hätte sich die Werkself mal wieder über ein DFB-Pokal-Heimlos gefreut. Stattdessen muss sie zum Auswärtsspiel nach Freiburg reisen, Glücksfee Joachim Löw verwehrte den Rheinländern das langersehnte Heimspiel.

Seit nunmehr elf Partien hat Bayer 04 Leverkusen kein Pokalspiel mehr zuhause ausgetragen, das letzte liegt über vier Jahre zurück. Ihren letzten Heimauftritt hatten die Leverkusener in der Saison 2008/2009 – einer Saison, in der sie lustigerweise bei gleich drei Spielen Gastgeber waren. Diese drei aufeinander folgenden Heimspiele sind gleichzeitig die einzigen Pokalheimspiele zwischen Anfang 2003 und Ende 2013!


Trotz schwacher Bundesliga-Runde in jenem Jahr      (Platz 9) konnte man sich in der Oase des DFB-Pokals bis ins Finale durchringen und hatte sowohl im Achtel-, Viertel- als auch im Halbfinale Heimrecht, dabei traf Bayer 04 unter anderem auf den mächtigen              FC Bayern und kickte diesen im Viertelfinale mit 4:2 aus dem Wettbewerb.

                                                                                Aufgrund von Umbauarbeiten der BayArena fanden jedoch alle drei Begegnungen im benachbarten Düsseldorf statt, das letzte wirkliche Heimspiel liegt somit fast elf Jahre zurück:    Am 3. Dezember 2002 gewann Bayer 04 im Achtelfinale gegen Waldhof Mannheim mit 2:1.

Besonders oft musste der Busfahrer das Team dennoch nicht chauffieren: Außer im besagten
Finaljahr musste die Werkself in den letzten zehn Jahren meist spätestens nach der 2. Runde die buchstäbliche Heimreise antreten.


Als bis dato einzigen Titel in der Vereinsgeschichte konnte Leverkusen den begehrten DFB-Pokal 
1993  gewinnen, unter Kapitän Franco Foda, mit Siegtorschütze Ulf Kirsten und mit 
Einweg-Trainer Dragoslav Stepanovic, durch einen 1:0-Erfolg gegen die Amateure der zweiten  Mannschaft des Hertha Ballsportclubs Berlin. Damals hatte man immerhin zwei Heimspiele ergattern können. 


Vielleicht sollte man öfter in Düsseldorf spielen, denn auswärts ist es doch am schönsten.

                            
23 September 2013

PostHeaderIcon Nur der HSV!

Wie heißt es doch so schön "Man kann sich alles aussuchen im Leben, nur den Lieblingsverein nicht." So mancher in der Hansestadt denkt aktuell "Scheiße, stimmt".

Was waren das noch für Zeiten, als Bernd Hoffmann (Pattex-Bernd) vor wenigen Jahren mit Mistgabeln aus der Halle getrieben wurde, weil er teile des Vereins an Investoren verkaufen wollte. Heute wird ein nahezu identisches Konzept von genau den selben propagiert, die damals in der ersten Reihe mit ihren Mistgabeln auf Pattex-Bernd losgingen.

Man kann ein Buch darüber verfassen, weswegen es langfristig einfach keinen Sinn macht den Verein stückchenweise an Leute wie Kühne zu  verkaufen. Aber die Hauptfrage die sich anscheinend niemand stellt ist doch "Was passiert eigentlich in 10 Jahren, wenn 49,9% des Vereins weg sind und das Geld, das man dafür bekommen hat, ist ausgegeben?"

In 2 Jahren ist das Stadion abbezahlt, und mit Fink, Arnesen, Congerton, Kacar, Mancienne, Rajkovic und Tesche hat man aktuell noch ca. 10 Millionen Euro Personalkosten in "totem Kapital" zu stemmen. Das dürften mit dem Stadionkredit an die 15-20 Millionen Euro jährlich sein, die in absehbarer Zeit wieder zur Verfügung stehen. Zusätzlich könnte sich Herr "Alles-Außer-Magath-Ist-Scheiße"-Kühne unsterblich machen und sich nächstes Jahr für 50-100 Millionen den Stadionnamen sichern und es Volksparkstadion taufen.

Parallel dazu: Aufsichtsrat neu strukturieren und verkleinern auf insgesamt 5 Leute. 3 mit Fußballfachwissen und 2 aus der Wirtschaft kombiniert. Die Profiabteilung wird ausgegliedert, aber nicht als AG und damit wäre auch der Weg für weitere Investoren frei sich finanziell einzubringen.

Für mich klingt das zukunftstauglicher als das einzige zu verkaufen was man hat, seine Identität und Eigenständigkeit.

Fußball wird an den Wochenenden beim HSV übrigens auch noch gespielt, allerdings so grottenschlecht, dass man lieber über die Zukunft als über die Gegenwart nachdenkt.

In diesem Sinne






06 September 2013

PostHeaderIcon Als die Bundesliga laufen lernte

                                          
                                             

Liebling des Monats Oktober

Liebling des Monats Oktober
Karl-Heinz Rummenigge

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