13 August 2013

PostHeaderIcon Ein Hand wäscht das andere



Innerhalb von 83 Sekunden vollbrachte der Gladbacher Alvaro Dominguez das Kunststück,  zwei Elfmeterbälle zu verursachen, jeweils durch Handspiel.
Das war selbst für tapfere Fohlen im Eröffnungsspiel der Bundesligasaison 2013/2014 zu viel: Statistiken besagen, dass die Wahrscheinlichkeit in einem Spiel zwei Strafstösse unbeschadet zu überstehen, bei mickrigen 4% liegt. Kaum zu stemmen, erst recht nicht gegen die mächtigen Über-Bayern.                                                                                                                                                                                                                                                                                „Ja, sollen wir denn künftig ohne Arme spielen?“ (Alvaro Dominguez)                                       

Der sympathische Lucien Favre hadert: ''Das würde ich nie pfeifen''. Die Schiedsrichterzunft, die Redaktion und die Juristerei von Presse, Funk und Fern sind sich jedoch einig: Beide Elfmeter kann man gemäß der Regel 12 („Verbotenes Spiel und unsportliches Betragen“) geben.
Ob Dominguez' Doppeldelikt einzigartig in der Ligageschichte ist, konnten die Recherchen der Praktikanten nicht eindeutig klären.

Vielmehr war man intern vom Gerede Franz Beckenbauers im Aktuellen Sportstudio verwirrt, legte der Kaiser doch bei vielen Themen eine Eins zu Eins Kopie seines Auftritts bei Ligafieber vom 16. Juli hin, inklusive Anektoden, Selbstbeweihräucherung, Gags und die dazu benötigten rhetorischen Pausen.
Leider konnten auch die Recherchen über die Auftragsschreiber des Kaisers keine konkreten Aufschlüsse geben.

Ja gut, es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage.            (Franz Beckenbauer)

24 Januar 2013

PostHeaderIcon Oh boy, oh boy....

Eden Hazard, der Name ist Programm, zumindest wenn "Ball Boys" mit im Spiel sind. Denn folgende Szene trug sich im Halbfinalspiel des englischen Ligapokals zwischen Swansea City und dem FC Chelsea zu, die den Namen Eden Hazard für immer mit dem Suchbegriff "Eden Hazard kicks ballboy" verbinden wird.



Natürlich ist die Empörung über die Aktion von Eden Hazard verständlicherweise in allen Medien groß. "Wie kann er nur....." blabla etc. p.p.

Dumm nur dass der kleine Balljungen-Scheisser vor dem Spiel folgenden Tweet in die Welt setzte:
Nach erneutem Betrachten des Videos fällt auf, dass Charlie ganz gezielt und ohne jede Hast vor der Bande den Ball Richtung Torwart bugsieren will. "Ein paar Sekunden schinden, warum nicht?". Doch dazu sollte er keine Gelegenheit bekommen. Minuten wird er schinden können, dank der tatkräftigen Hilfe von Hazard himself.

Der Vater von Charlie sitzt übrigends in der Chefetage des Clubs. Welcher Sohn würde da nicht alles für sein Team tun, um das 2:0 aus dem Hinspiel über die Zeit zu retten, auch wenn es nur ein paar Sekunden sind, die er für sein Team herausschinden kann.

Im Fußball wird das Multi-Ball System genutzt, bei dem meistens 7 Bälle an der Seitenlinie von Ball Jungen und Mädchen bereit gehalten werden. Die Nutzung des Systems obliegt der Heimmannschaft, wobei in der englischen Premier League der Schiedrichter den Einsatz des Systems während des Spiels beenden kann.

Die offiziellen Fifa Regeln machen zum Verhalten und den Aufgaben der Balljungen und Mädchen keine konkreten Angaben, doch einige Trainer und Manager monierten bereits des öfteren, dass das Multi-Ball-System die Heimmannschaft bevorzuge. Denn nach einem Tor für die Heimmannschaft dörrt die Geschwindigkeit der Ballversorgung am Spielfeldrand oftmals regelrecht aus. Wo hingegen bei Rückstand des Heimteams der Ball von den Zuständigen meistens nicht schnell genug wieder ins Spiel gebracht werden kann.

Eine allgemeine Beschreibung der Aufgaben von Balljungen im Fußball lautet wie folgt:
High-profile association football matches may employ ball boys to facilitate quick play, avoiding long delays when a game ball leaves the pitch and its immediate vicinity. Typically positioned behind the advertising boards, ball boys will generally try and be in possession of a spare ball at all times, such that this can be given to the players prior to the loose ball retrieved. Ball boys are not permitted to enter the field of play.
via
Man kann es Hazard nicht verdenken, die Rückgabe des Balls an den Torwart beschleunigen zu wollen. Da die Absicht des Balljungen spätestens zu dem Zeitpunkt klar wird, als er sich auf den Ball fallen lässt.

"Who cares about kicking ball boys...." war dabei wohl nicht der beste Gedanke.

Abhilfe kann der Einsatz von neutralen Balljungen schaffen oder die konkrete Festlegung eines Verhaltenskodex für Balljungen, nach dem der Schiedsrichter wiederholte Verzögerungen ahnden kann.

UPDATE:



25 Oktober 2012

PostHeaderIcon Derby-Fieber


29. Oktober 2008: Tottenham Hotspur reiste ins Emirates Stadium zu Arsenal um eines der größten Spiele in der jüngsten Geschichte auszutragen. Am 10. Spieltag der englischen        Premier League Saison 2008/2009 trennte man sich spektakulär 4:4. 
Kurioserweise wechselten  Jahre später zwei der Arsenal Torschützen zum Erzrivalen; Emmanuel Adebayor kam über Umwege (Manchester City, Real Madrid) zu den Spurs, während William Gallas direkt zur Saison 2010/2011 an die White Hart Lane transferiert wurde.

Unter den Strich half das tolle Spiel keinem von beiden: Meister wurde zum dritten Mal in Folge Manchester United. Arsenal sicherte sich "nur" den Champions League Qualifikationsplatz und Tottenham verfehlte sogar jegliche internationale Teilnahme.


24 Oktober 2012

PostHeaderIcon Ring & Ringrichter


03 Oktober 2012

PostHeaderIcon Punktverlust durch Sieg!


In der aktuellen FIFA Weltrangliste der Männer findet sich Brasilien zwei Jahre vor der im Jahr 2014, im eigenen Land stattfindenden WM, nur noch auf Rang 14 (!!) wieder. Weit hinter solch illustren Nationen wie Kolumbien (9.), Kroatien (11.) und beispielsweise, ja wir habens geahnt, Griechenland (10.). Ein unhaltbarer Zustand für die Grande Nation wo, Ordem é Progresso schließlich dazu führten, dass sie von 1994 bis 2007 durchgehend auf Platz 1 der Weltrangliste standen. Fast durchgehend. Denn ein kleines gallisches........
Gebrochen wurde die brasilianische Dominanz in diesen 13 Jahren nur von Frankreich. Die wirkliche Grande Nation war 2002 Nummer 1.

Zurück zum Thema: "DFB Elf zweiter, Brasilien abgeschlagen". Auf diesen Umstand in der FIFA Weltrangliste machte kürzlich kicker in seiner online Ausgabe aufmerksam.

Wer "weiter" liest und es gar schafft Wikipedia zu rate zu ziehen, wäre auch auf die Überschrift dieses Kuriositäten Artikels aufmerksam geworden.

Denn im FIFA Weltranglistensystem, der Männer, sind Schwächen enthalten, die zu nicht ganz unberechtigter Kritik führen. Es lässt sich beispielsweise eine Konstellation finden, die kurz als Punktverlust durch Sieg beschrieben werden kann.

WHAT?

Erklären lässt sich dieses Kuriosum wie folgt. Die Nationenpunkte der Rangliste werden durch die kurze Formel P = M * I * T * C berechnet:
  • M das Spielergebnis
  • I die Wichtigkeit des Spiels
  • T die Stärke des Gegners
  • C der Mittelwert aus den Stärken der Kontinentalverbände der beiden Mannschaften
Die Wichtigkeit des Spiels (I) unterliegt folgender Gewichtung (Faktor):


  • 1,0 für Freundschaftsspiele.
  • 2,5 für Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaft und für Kontinentalmeisterschaften.
  • 3,0 für Spiele kontinentaler Endrunden (z. B. UEFA-Europameisterschaft oder FIFA Konföderationen-Pokal).
  • 4,0 für Spiele einer Weltmeisterschaftsendrunde (Gruppenspiele und K.-o.-Runde)
Quelle Wikipedia

Daher ist es möglich dass unten stehendes Szenario eintreten kann:

Die Wichtigkeit der verschiedenen Spiele wird nicht auf Basis einer üblichen Gewichtung einberechnet, sondern lediglich der Wert eines Spiels mit einem Faktor I multipliziert und dann der Durchschnitt der Spiele genommen, ohne bei diesem Durchschnitt den Wichtigkeitsfaktor I zu berücksichtigen. Da z.B. ein Freundschaftsspiel somit nur maximal 600 Punkte bringt, während andere Spiele bis zu 2400 Punkte bringen, wird die Punktzahl einer Mannschaft, welche einen Schnitt über 600 Punkte hat, durch Siege in Freundschaftsspielen verringert. Hierdurch schaden Siege bei Freundschaftsspielen also Nationalmannschaften, welche bei der Welt- oder Europameisterschaft erfolgreich waren.
Zur Veranschaulichung betrachte man folgendes Szenario: Im Juni 2012 stand Deutschland bei 1288 Punkten. Die einzelnen in die Wertung einfließenden Jahre trugen dabei folgende Punktezahlen bei: 555,23 (2012), 470,90 (2011), 128,35 (2010), 133,82 (2009). Spielte Deutschland nun ein Freundschaftsspiel gegen Österreich (Platz 58 im selben Ranking), so erhielt es für einen Sieg 3*1*142*1=426 Punkte, wodurch der Durchschnitt für das Jahr 2012, und damit auch die Gesamtpunkteanzahl, sinken würde. Quelle Wikipedia
Darüber hinaus finden sich noch weitere pikante Schwächen im System FIFA Weltrangliste der Männer:
  • Punktgewinn durch Abwertung des besten Ergebnisses
  • Keine direkten Boni für erfolgreiche Qualifikation
  • Benachteiligung von Gastgeberländern
Kurios? Allemal. Freundschaftsspiele raus aus der Wertung? 

Liebling des Monats Oktober

Liebling des Monats Oktober
Karl-Heinz Rummenigge

Grandiose Tore

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